Demokratiebildung im Familienzentrum Die Gute Hand
Das Familienzentrum Die Gute Hand ist die erste Einrichtung im
Rheinisch-Bergischen Kreis, die in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner
Katholische Familienbildungsstätte Bergisch Gladbach das Thema Demokratiebildung
im Elementarbereich in den Fokus rückte.
Die gesamtgesellschaftlichen Veränderungen, politische Einflüsse und Strömungen,
Radikalisierungstendenzen, Ausgrenzung, Armutsbildung, Konflikte und Krieg sind
Beispiele einer Gefährdung unserer Demokratie. Umso wichtiger wird unser
gemeinsamer Auftrag den Kindern die Teilhabe an Entscheidungsprozessen zu
ermöglichen, damit sie ihre Rechte altersentsprechend kennenlernen und zu ihren
Rechten kommen.
Indem Kindern im Familiensystem und in der Kindertagesstätte Mitbestimmung
ermöglicht wird (Partizipation) und Kinderrechte sichtbar, sowie erlebbar gemacht
werden, wird die Selbstwirksamkeit, das Gemeinschaftsgefühl und ein respektvoller
Umgang geübt. Dies bildet die Grundlage für ein konfliktarmes, wertschätzendes und
respektvolles Miteinander. Eine Basiskompetenz für die Transition in Schule und
Gesellschaft insgesamt. Demokratie sollte daher von klein auf gelebt werden, sagt
Claudia Siemkes-Rosenbaum, Leiterin des Familienzentrums Die Gute Hand: „Unter
dem Aspekt der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, sehen wir als
Familienzentrum Die Gute Hand unsere Aufgabe darin, den Kindern frühestmöglich
demokratische Prozesse bewusst erlebbar zu machen“. Auch Meike Ditscheid von
der Katholischen Familienbildungsstätte Bergisch Gladbach unterstreicht die
Wichtigkeit des frühen Erlernens: "Demokratische Bildung beginnt im Kleinen: im
täglichen Miteinander, im Zuhören und im gemeinsamen Entscheiden. Wenn Kinder
erleben, dass ihre Stimme zählt, legen wir den Grundstein für ein respektvolles und
verantwortungsbewusstes Miteinander."
Um die eigene Haltung im Team noch einmal auf den Prüfstand zu bringen,
reflektierte das Gesamtteam des Familienzentrums Die Gute Hand an einem
Konzeptionstag die Thematik „Demokratiebildung im Elementarbereich“. Unter der
Moderation von Frau Kamer Bilgin, Referentin der Kath. Familienbildungsstätte
Bergisch Gladbach, wurden die persönliche Handlungsfähigkeit gestärkt und
methodische Vereinbarungen zum Transfer in den KiTa-Alltag entwickelt.
Es folgte eine Projektarbeit an zwei Vormittagen mit den Kindern im Vorschulalter.
Projektleiterin war auch hier Frau Bilgin. Die Kinder erarbeiteten in spielerischer
Form, was demokratische Prozesse im Alltag bedeuten, wie Kinderrechte sichtbar
und erlebbar werden und warum dieses für alle Kinder und Erwachsene für ein
friedliches Miteinander wichtig ist. Die Kinder erhielten nach Projektende ein
„Demokratie-Zertifikat“.
Abschluss des Projektes mit den Kindern bildete das Angebot zu einem digitalen
„Elternabend“ in der die Referentin Frau Bilgin drei wesentliche Aspekte vorstellte:
1. Demokratiebildung im Elementarbereich
2. Kinderrechte/Partizipation
3. Praxistransfer
Ein gelungener Auftakt für das Team, die Kinder und die Familien.
Geplant sind weitere Bausteine in Projektform und unter Einbezug der
Familiensysteme.
Fotoquelle: Die gute Hand
Für Rückfragen Frau A. Reinhardt, a.reinhardt@die-gute-hand.de



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